Die nutzbare Dartfläche ist deutlich größer als das Gerät selbst. Wer nur die Gehäusemaße misst, unterschätzt Wurfzone, Rückraum und Publikumsfläche.
- Steeldart-Regelmaß
- Bullseye 1,73 m hoch, Oche 2,37 m vor der Boardvorderseite
- Kontrolldiagonale
- 2,93 m vom Bullseye bis zur Rückseite der Standleiste
- Seitlicher DDV-Mindestabstand
- 90 cm vom Bullseye zur Wand; 180 cm zwischen zwei Bulls
- Praxis
- Zusätzlichen Rückraum und Zuschauerfläche einplanen
Regelmaße sind die Basis, nicht die gesamte Raumplanung
Die DDV-Sportordnung nennt für Steeldart eine Bullseye-Höhe von 1,73 Metern und eine Mindestwurfentfernung von 2,37 Metern. Zusätzlich werden seitliche Mindestabstände und ein Standbereich hinter dem Oche beschrieben.
Für einen gastronomischen Betrieb kommen weitere Flächen hinzu: Personen warten, gehen zum Gerät, holen Pfeile und bewegen sich zurück. Diese Bewegungen dürfen andere Gäste nicht gefährden.
Von der Boardvorderseite messen
Der horizontale Abstand wird nicht von der Wand, sondern von der Vorderseite des Boards beziehungsweise der vorgesehenen Messkante des Systems bestimmt. Bei einem Gehäuse kann sich dadurch die Position der Abwurflinie verschieben.
Die konkrete Montage- und Betriebsanleitung des Geräts hat deshalb Vorrang für das jeweilige Modell.
Laufwege konsequent freihalten
Türen, Toilettenwege, Kellertreppen, Servicewege und der Zugang zur Theke sollten niemals durch die Wurfbahn führen. Auch lose Stühle, Stehtische oder Garderoben können eine anfangs freie Zone im Betrieb blockieren.
Eine sichtbare Bodenmarkierung und eine einfache Hausregel helfen, die Fläche dauerhaft freizuhalten.
Mehrere Boards und Turnierbetrieb
Bei zwei oder mehr Boards sind nicht nur die Abstände der Boards untereinander relevant. Spielende, Schreiber und Wartende benötigen getrennte Bereiche, damit sich Gruppen nicht gegenseitig behindern.
Für Liga- oder Turnierbetrieb sollten die aktuellen Vorgaben des jeweiligen Verbandes zusätzlich geprüft werden.
Stand der fachlichen Prüfung: 31.07.2026. Recht, technische Verfahren und Verbandsregeln können sich ändern. Der Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung oder verbindliche Behördenauskunft.
